Sonntag, 20. März 2011

weiner, die zweite


Anthony auf der High School

Manche von Weiners Reden sind längst youtube-Schlager, wie seine fröhlichen Ausführungen anlässlich der nicht endenwollenden "health care"-Debatte im Sommer 2010, dass jeder Republikaner im Kongress auf der Gehaltsliste der großen Versicherungen stehe, die in einer milden Form der Selbstzensur aus dem Kongressprotokoll gestrichen werden mussten, und für die er mehrfach wie ein Hockeyspieler auf die Strafbank geschickt wurde.



Im Folgenden bekommen zum gleichen Themenkreis die gekauften Morgenschwätzer von FOX-News ein paar Wahrheiten zu hören.


Weiner knipst seinen Charme an; kommt nicht zu oft vor...

Hier ein paar weitere Beispiele zum Umgang Anthony Weiners mit konservativen Medienvertretern.
Zuerst zum schon früher erwähnten Thema, Gelder für die gesundheitlich geschädigten "first responders" von 9/11 zu bewilligen.



Weiner ist auch sportlich

Seine Kampflust richtete sich im letzten Jahr auf "Goldline", eine traditionsreiche Firma, die Goldprodukte vermarktet, und FOX bezahlte, um mittels seiner Kommentatoren die von Krisenangst geplagten Amerikaner zum Kauf ihrer überteuerten Produkte anzuhalten.
Nach Weiners Attacken und einem von ihm geleiteten Untersuchungsausschuss wurde es bei FOX sehr still um das Thema.


Bei einem routinierten Wadenbeisser und Unterbrecher wie Bill O'Reilly läuft Weiner dann zum gleichen Thema zu großer Form auf und geniesst es sichtlich.



Weiners neuestes Opfer ist Clarence Thomas, einer der neun Richter am Obersten Bundesgericht.

Clarence Thomas - Zierde des Obersten Gerichtshofes

Nicht nur hat dieser sich in den vergangenen neun Jahren seiner Tätigkeit nachweislich nicht eine einziges Mal (!) zu Wort gemeldet, auch ist seine Frau aktives Mitglied der grenzdebilen Tea-Party, und Thomas hat deren Einkünfte im sechsstelligen Bereich in seiner neuesten Steuererklärung doch glatt vergessen. Kann ja mal passieren.

Nicht mit Anthony. Untersuchungsausschuss.
Als amüsantester Beitrag zum Sachverhalt hier sein kürzlicher Auftritt in der Stephen-Colbert-Show.



Weiner datet Huma, enge Mitarbeiterin von Hillary - und Muslimin. Er meint's ernst...


...und schnappt sie sich. Ist ja auch nicht mehr der Jüngste und die üblichen Models wurden ihm gar zu fad...

Kongressmann Anthony Weiner, der Cato der immer zu skrupulösen selbstzweifelnden Demokraten, wird nicht gerade von Harmoniesucht geplagt, wovon auch seine häufig wechselnden Mitarbeiter ein Lied singen können.

Sein Bruder hat ein Restaurant - natürlich in Brooklyn

Donnerstag, 10. März 2011

mein held


Das amerikanische Zwei-Parteien-System mit seinem Zwang zu Polarisierungen und zu show downs mag ja in unseren Augen etwas rückständig sein, aber es sortiert zuverlässiger Gut von Böse als jedes politische Gefüge in Europa.

Die Republikaner sind nun mal die Bösen, Punkt.
Sie können noch so sehr von "Freiheit des Individuums", "Pro Life", Gott und Patriotismus schwafeln, sie stehen unwiderlegbar für die Macht des Geldes und der Trusts und religiös kaschierten Darwinismus, für Lüge und Korruption, Dummheit und Niedertracht.

Die Demokraten, auch nicht gerade arm an Spesenrittern und Gaunern, machten sich lange Jahre lächerlich mit ihren Ambitionen auf politische Mehrheiten,bis gar zu schamloses Treiben ihrer Gegner und der skrupellose Charme der Clintons eine neue Wählergeneration auf ihre Seite brachten.
Die Bushs bewiesen davor und danach endgültig, wie man mit Gier und Blödheit Länder wirtschaftlich und ethisch ruiniert.

Diese erstaunliche Nation hatte diese Pfeifen schließlich so satt, dass sie sogar einen Farbigen mit zweitem Namen Hussein zum Präsidenten wählten.
Ohne Bush kein Obama.

Seit Langem sind die republikanischen Lurche wieder im Begriff, sich mit routiniertem Spiel auf der Klaviatur von Unterstellungen, Halbwahrheiten und falschen Katastrophenprognosen die Macht zurückzuholen.
Doch einer ihrer eloquentesten und damit gehasstesten Gegner tritt zunehmend in's Licht der medialen Öffentlichkeit.

Anthony Weiner, Abgeordneter des Kongresswahlbezirks 9 (Brooklyn und Queens) in New York City im Repräsentantenhaus

Weiner ist Jude, 1967 in Brooklyn geboren und dort auch aufgewachsen.
Er ist bereits seit 1998 im Kongress und war vorher als jüngstes gewähltes Mitglied im New Yorker Stadtrat tätig, wo er sich beispielsweise für die Entfernung von Graffiti durch auffällig gewordene Jugendliche ("weiners cleaners") stark machte.

Bemerkenswert und unverwechselbar macht ihn seine federnde, ungeduldige und furchtlose Streitlust, mit der er sich mit jedem Heuchler anlegt, ein Genuss für Auge und Ohr.

Historisch geworden ist sein Wutausbruch vom Juli 2010, mit dem er auf die Verschleppungstricks der Gegenseite reagierte, die zuerst der Bewilligung von Geldern für die Langzeitversorgung der Ersthelfer des Anschlags vom 11.September zugestimmt hatten, um die Auszahlung anschließend mit verlogenen Argumenten zu hintertreiben.


Später mehr...