
Obwohl (oder weil) er 1965 seinen letzten Text veröffentlichte und fortan in fast schon militanter Verweigerung aller medialer Kontakte lebte, trägt noch heute ein ganzes literarisches Jahrzehnt seinen Namen.
Nicht zuletzt war er Vorbild für eine ganze Reihe von Filmfiguren des Typs "zurückgezogener Bestsellerautor" wie z.B. in "Finding Forrester" mit Sean Connery.

Dieses immer wieder gedruckte taktlose Photo drückt aus, wie übel der Medienzirkus ihm seine Verweigerung nahm.
Auch Ian Hamiltons Buch "Auf der Suche nach J.D.Salinger", wenngleich sorgfältig recherchiert, kann über seine Beweggründe nur spekulieren. Am nächsten kommt man ihnen wohl noch mit der Auslegung von Salingers eigenen Worten, nach denen alles Wissen und aller Ruhm der Welt nichts wert sind gegen wahre und tiefe Empfindungen.
Liest man in den Schulen noch immer den "Fänger im Roggen"? Seine 35 Kurzgeschichten sind viel besser (weil kürzer), allen voran der zutiefst anrührende "Lachende Mann" aus "Neun Erzählungen".
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